Johannes der Täufer sprach :
        Ich habe es gesehen und bezeugt : Jesus ist Gottes Sohn.
                                                                                        Johannes 1, 34

Kirchengemeinde Frömmstedt


Zur Geschichte


Fruming - Frömmstedt

Frommingeste, Vromingistete, Fruminstete Etc.,im 15. Jahrhundert Fromstete. Fromstedt etc., im 16. und 17. Jahrhundert Frombstedt, Frombstedt geschrieben.

... weiteres zur Familie de Frumgestete
Eine Familie de Frumgestete hatte hier im 12. und 13. Jahrhundert Besitztum und Wohnsitz, und außer vielen Adelspersonen der Umgegend waren hier die Klöster Capelle, Göllingen, Bonnrode und Oldisleben, sowie das Deutschordenshaus zu Griefstedt und die Johannitercommende in Weißensee begütert.

Die älteste bekannte Urkunde, welche den Namen Frömmstedt trägt, ist eine Urkunde des Klosters Oldisleben vom Jahre 1126, mittelst welcher die Gräfin Kunigunde von Beichlingen dem Kloster Oldisleben, zu ihrem und ihrer Nachkommen Seelenheil, ein gut von 20 1/2 Hufen zu Vrumnegestad und 12 1/2 Hufen in Schwanestorph übereignet, welche Schenkung der päpstliche Legat Otto in einer weiteren Urkunde aus diesem Jahre, in welchem Vrumigenstad geschrieben ist, bestätigt.

St. Johannis Kirche

Die Johannes dem Täufer gewidmete Kirche ist landesherrlichen Patronats. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche zu Frömmstedt findet sich nächst der 1344 vorkommenden Anführung des Pleban Albert in der Kirche zu Fromingestete in der 1358 ausgestellten Bestätigung der Stiftung eines Altars in der Pfarrkirche daselbst durch den Erzbischof Gerlach zu Mainz.

Die alte baufällige Kirche wurde 1859 erneuert. Altarraum und Turmhalle haben Kreuzgewölbe mit kräftigen Rippen. An der südwestlichen Ecke des Schiffes ist ein Stein eingemauert mit der Inschrift, die lt. Literatur mit den Worten "Ano dm. 1522" beginnt.

Das Kirchensiegel und das Gemeindesiegel zeigen das Haupt Johannes des Täufersauf einer Schüssel mit Bezug auf die den Namen Johannes führende Kirche des Ortes.

Hochaltar

Ein daselbst befindlicher Altar des heiligen Nicolaus und der heiligen Katarina war mit einem eigenen ständigen Vicarius besetzt, mit der Pfarrer Streitigkeiten hatte, die schließlich durch die erzbischöfliche Bestätigung dieser Altarstiftung 1358 beigelegt wurden.

... weiteres zum Flügelschrein
Auf dem Altar befindet sich ein Flügelschrein von sehr reicher Anlage. In der Mitte steht die Muttergottes mit dem Jesuskind unter einer Strahlenglorie; zu beiden Seiten dieser Hauptfigut sind in zwei Etagen je zwei Heilige angebracht, unter welchen Johannes der Täufer, Nicolaus, Barbara und ein Heiliger mit einem Pferdekopfe an ihren Attributen kenntlich sind.

Die Flügel enthalten je zwei geschnitzte Darstellungen über einander unten die Beschneidung, oben die Anbetung der Weisen. Die übereinander angeordneten Szenen in den Seitenflügeln sind vermutlich nicht ursprünglich. Von wem der Altar geschaffen worden ist, kann nicht gesagt werden.

Leider hat man dieses in den Formen wohl erhaltene, ehemals vergoldete und bemalte Altarwerk bei der letzten Kirchenrestauration ganz und gar mit schmutzig weißer Ölfarbe überstrichen.